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MAN F90

MAN von vorne
Sieht richtig lang aus

Das ganze fing Anfang der Neunziger an, als Robbe ihren 1:87 LKW vorstellten. Damals kaufte sich mein Bruder dieses Modell. Als ich dann mal in meine Vitrine schaute, fiel mir mein Herpa MAN F90 ins Auge. Dann entstand die Idee des Motorisieren. Denn was Robbe kann, kann ich besser, dachte ich mir. Das Platzangebot war nämlich kleiner. Der erste Motor stammte aus einem Diktiergerät, das Servo wurde aus einem Minigetriebemotor von Conrad gebaut. Als Fahrtregler kam eine Servoelektronik zum Einsatz.

MAN solo
einmal solo
Als Empfänger diente damals ein Novak 2-Kanal AM Empfänger, dessen Gehäuse entfernt wurde, was später noch Sch... Folgen hatte. Der Rahmen wurde aus MS-U-Profil gelötet. Der Pritschenboden wurde ebenso aus MS gefertigt. Die Vorderachse aus 2 Teilen gefräst und mit Herpa-Achsschenkeln versehen. Bei einer der ersten Probefahrten geschah es dann, der Empfänger kippte auf den wunderbaren Messingboden und wollte danach nur noch mit einem Kanal arbeiten. Dann wurde das Projekt gefrustet eingestellt und in einen Karton gepackt. Als ich dann den XP-8 von Graupner entdeckte wurde das Modell wieder ausgegraben und umgebaut. Als Servo kommt ein C141 zum Einsatz. Der Motor wurde durch einen Faulhaber 1016 ersetzt. Der Antrieb  erfolgt mittels Schnecke Modul 0,2 auf ein 40 zänhiges Zahnrad. Der Fahrtregler wurde auf einem Servo-IC mit SMD-Teilen ohne Platine aufgebaut.  Die Schalter für die Sonderfunktionen wurden direkt auf einem SMD CD4001 aufgebaut. Die Beleuchtung wurde vorne auf weisse LED umgebaut, hinten wurden rote 1mm LED in den Unterfahrschutz integriert. Der Rückfahrscheinwerfer ist ebenfalls eine weisse LED.
 
MAN von links
Einblick von oben
MNA von rechts
vor dem Servo die Widerstände zur Störungsunterdruückung des Servos
auf dem Servo der selbstgebratene Fahrtregler
rechts am Servo die Schalter für Licht und Anhängerkupplungsbetätigung

Pünktlich zur Messe in  Sinsheim 2001 war das Modell dann Fertig. Das Fahren auf den Trial-Modulen war genial. Einige Passagen mussten mangels Bodenfreiheit und Rampenwinkel eben ausgelassen werden. Es ist jedoch Interessant wie weit man mit einem normalen Strassen LKW kommt.
 

Technik von unten
MAN von hinten
Servoanlenkung direkt auf die Spurstange,
zwischen dem Rahmen der Motor
über der Anhängekupplung die Buchsen für die
Anhängerbeleuchtung und Zusatzstromversorgung des LKW

Nach der Messe wurde eine modifizierte Vorderachse mit Kugellagern eingebaut. Eine automatische Anhängerkupplung ist jetzt ebenfalls eingebaut. Ende 2001 hatte ich die Gelegenheit, bei einer Modellbahnaustellung auf einer Anlage mit Faller-CAR-System zu fahren. Die Zuschauer waren oft überrascht, als der LKW die Faller-Route verliess , wendete oder gar den Anhänger abhängte. Die Faller's zu überholen war auch sehr lustig.
 
 

Achsaufhängung hinten
Drehgestell von unten
Anhänger von oben
Pendelachsggregat des Anhängers
Drehgestell mit Kabelführung und Eigenbaustecker zur Stromversorgung
Hohlgebohrter Drehbolzen

Kurz zum Anhänger. Das Hinterachsaggregat wurde aus Messing gefertigt und kann pendeln. Die Kabelführung in den Anhänger machte mir anfangs Sorgen. Die ersten Versuche scheiterten, da die Litzen zu unflexibel und dick waren (0,08mm²). Bei BRAWA Modellbahnzubehör wurde ich dann fündig, dort gibt's 0,05mm² Litze die super flexibel ist. Um bei Kurvenfahrten keine so grossen Längenunterschiede auszugleichen fertigte ich mir einen hohlgebohrten Drehzapfen. Die Stecker wurden aus 0,5mm Draht gefertigt und mit farbigem Schrumpfschlauch versehen.
 

UND TSCHÜSS
Das ist nun das Ende

Das nächste Modell ist übrigen schon im Bau. Diesmal aber kein LKW, vielleicht wird es bis Sinsheim 2002 fertig.
 
 

Besitzer: Jörg Jeutter
 

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