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MAN 3,5t

Die Hälfte von 7 ist 3.5...

...oder anders gesagt: man nehme ein MAN 7.5 to von ROCO, kürze die Ladefläche auf die Hälfte und übrig bleibt (in erster Näherung) ein MAN 3.5 to. So ähnlich lässt sich die Entstehung des hier vorgestellten Modells beschreiben.

Bei der Anprobe, hier noch im grünen Anzug. Rot-gelb steht im doch besser, oder?

Die Besonderheit an diesem Modell ist das Fahrwerk, da beide Achsen beweglich aufgehängt sind. Das allein hätte allerdings zur Folge, dass der Aufbau lose und schief auf den Achsen hängt. Aus diesem Grund sind beide Achsen über einen Hebelmechanismus miteinander verbunden, der das verhindert. Die ganze Konstruktion hat zwei Vorteile gegenüber der üblichen Kombination aus starrer Hinterachse und pendelnder Vorderachse: vergrösserter Federweg und weniger leichtes Umkippen des Fahrzeuges.


Das Fahrwerk im Rohbau. Hier ist noch der alte 10mm Motor montiert, der mehr fürs Truck Racing als für Truck Trial geeignet war.

Nach Fertigstellung des MAN 3.5to zeigte sich schnell, dass die Motorisierung nicht gut gelungen war. Ein 10 mm Motor und 1:30 Getriebe war gut für den Geschwindigkeitsrausch in der Ebene, aber am Hang machte das Fahrzeug nur bergab eine gute Figur. Bergauf musste man es schieben.


Das Fahrwerk von unten gesehen. Oben erkennt man den Ausgleichshebel für die zwei Pendelachsen.

Nach dem Umbau auf einen kräftigeren Motor, eine 1:100 Getriebeuntersetzung und eine Mikroprozessorsteuerung war das Fahrverhalten nicht mehr wiederzuerkennen. Feinfühlig liess das Modell sich durchs Gelände steuern und aufgrund seiner geringen Länge und seines grossen Lenkausschlages war es unglaublich wendig. Da der Prozessor ein paar mehr Funktionen zuliess, wurde auch noch etwas Beleuchtung nachgerüstet.


Kein Scherz: die Scheinwerfer mit weissen LED sind so hell, dass man sich beim Hineinsehen geblendet fühlt.

Inzwischen nimmt das Modell an einem Wettbewerb teil: der Halbleiterhersteller Texas Instruments hat dazu aufgefordert, neue Geräte vorzustellen, die man mit dem Prozessor MSP430 gebaut hat. Nun ja, der MAN 3.5to ist solch ein Gerät, und im Frühjahr 2002 wird sich zeigen, ob die Teilnahme am Wettbewerb erfolgreich war...



Hinten auf der Ladefläche steckt der Mikroprozessor. Der Empfänger steckt im Fahrerhaus.

Besonderheiten:
- zwei Pendelachsen
- Mikroprozessorsteuerung
- Standby Betrieb
- Elektronische Zweigangschaltung
- Beleuchtung
- Bau: Jan 2001, Umbau Nov 2001

Besitzer: Harry Jacobsen
 

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