
Die Besonderheit an diesem Modell ist das Fahrwerk, da beide Achsen
beweglich aufgehängt sind. Das allein hätte allerdings zur Folge, dass der
Aufbau lose und schief auf den Achsen hängt. Aus diesem Grund sind beide
Achsen über einen Hebelmechanismus miteinander verbunden, der das
verhindert. Die ganze Konstruktion hat zwei Vorteile gegenüber der üblichen
Kombination aus starrer Hinterachse und pendelnder Vorderachse:
vergrösserter Federweg und weniger leichtes Umkippen des Fahrzeuges.
Nach Fertigstellung des MAN 3.5to zeigte sich schnell, dass die
Motorisierung nicht gut gelungen war. Ein 10 mm Motor und 1:30 Getriebe war
gut für den Geschwindigkeitsrausch in der Ebene, aber am Hang machte das
Fahrzeug nur bergab eine gute Figur. Bergauf musste man es schieben.
Nach dem Umbau auf einen kräftigeren Motor, eine 1:100 Getriebeuntersetzung
und eine Mikroprozessorsteuerung war das Fahrverhalten nicht mehr
wiederzuerkennen. Feinfühlig liess das Modell sich durchs Gelände steuern
und aufgrund seiner geringen Länge und seines grossen Lenkausschlages war
es unglaublich wendig. Da der Prozessor ein paar mehr Funktionen zuliess,
wurde auch noch etwas Beleuchtung nachgerüstet.
Inzwischen nimmt das Modell an einem Wettbewerb teil: der
Halbleiterhersteller Texas Instruments hat dazu aufgefordert, neue Geräte
vorzustellen, die man mit dem Prozessor MSP430 gebaut hat. Nun ja, der MAN
3.5to ist solch ein Gerät, und im Frühjahr 2002 wird sich zeigen, ob die
Teilnahme am Wettbewerb erfolgreich war...
Besonderheiten:
- zwei Pendelachsen
- Mikroprozessorsteuerung
- Standby Betrieb
- Elektronische Zweigangschaltung
- Beleuchtung
- Bau: Jan 2001, Umbau Nov 2001
Besitzer: Harry Jacobsen
