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MAN 5t




Nachdem irgend jemand auf die Idee gekommen ist, Truck Trial in 1:87 durchzuführen hat auch mich der Virus gepackt und ein passendes Modell mußte her. Da es zu diesem Modell einige Fragen gegeben hatte, hier eine etwas ausführliche Beschreibung des Baus.
Als Grundmodell diente ein MAN 5t von der Fa. Roco (weißes Modell mit Aufdruck "prolog"). Verwendet wurden davon die Pritsche mit Plane, das Fahrerhaus und die Räder. Man kann auch den MAN 5t der Bundeswehr in grün kaufen, doch aufgepaßt: die älteren Modell haben nicht die gleichen schönen Reifen wie der prolog-MAN (ziemlich weich, starkes Profil). Erst die neuen Modelle werden damit ausgerüstet. Der Fahrzeugrahmen dagegen entstand neu aus Messingprofilen 1.5x3mm, die miteinander verlötet wurden. Der Rahmen ist in der hinteren Fahrzeughälfte genau so breit, daß der Getriebemotor gerade noch hineinpaßt (Motor: Fa. Lemo-Solar, Best. Nr.297180 29,-DM Stand 2000). Bei diesem Motor kann man die Untersetzung von 1: 181 auf 1:13 ändern, ist aber nicht sinnvoll. Zum Fahren im Gelände eignet sich 1: 181 besser.


Blick auf die Konstruktion der Vorderachse. Die Spurstange wird mit einem 0.3mm Messingdraht angelenkt. Das Gehäuse des Getriebemotors wurde unten etwas verkleinert. Jetzt liegen die Kegelräder zwar offen, aber dafür ist das Modell geländegängiger.
In der vorderen Fahrzeughälfte ist der Rahmen schmaler gebaut, damit er nicht die Vorderräder beim Lenken stört. Pritsche und Fahrerhaus sind nicht mit dem Rahmen verklebt, sondern mit M1 Schrauben befestigt.
Das komplizierteste Teil ist die Vorderachse. Die Achse selbst ist aus Messingprofilen gesägt und gefeilt und besteht aus einer oberen und einer unteren Hälfte. Beide werden durch M1 Schrauben ( Fohrmann Werkzeuge) zusammengehalten. Beim Zusammenbau dieser Hälften werden die Achsschenkel in die Lager eingesetzt und sind damit wieder demontierbar. Die Achsschenkels selbst bestehen jeweils aus drei Teilen: ein 2mm Messingrohr, auf das später die Vorderräder aufgeschoben werden. Ein 1x2mm Messingprofil ist an das Rohr angelötet und nimmt später die Spurstange auf. Ein eingelöteter 0.5 mm Messingdraht dient als Stift, der den Achsschenkel beweglich in der Achse lagert.
In jedem Achsschenkel ist lose eine M1 Schraube eingedreht und auf deren Köpfen die Spurstange aufgelötet. Dies ist eine einfache und sichere Befestigung. Zum Einstellen der Spur braucht nur die Lötstelle erwärmt zu werden.
Vom Lenkservo zur Spurstange führt ein Messingdraht 0.3mm als Bowdenzug. Im Servo wird der Draht einfach eingehängt, an der Spurstange dagegen beweglich befestigt. Dazu ist an der Spurstange eine M1 Mutter gelötet, in diese ist lose eine M1 Schraube eingedreht. Auf den Schraubenkopf -man ahnt es bereits- ist der Messingdraht festgelötet. Diese Konstruktion mit Bowdenzug hat sich bei mir seit langer Zeit bewährt und ist auch in der Lage mit den großen Bewegungen fertig zu werden, die die Vorderachse im Gelände vollführt.

Ein Blick unter die Plane: der Akku ist auswechselbar.
Und die Fahreigenschaften??? Super!!!! Große Räder und viel Bodenfreiheit lassen das Modell fast überall durchkommen.

Die Felge wurde mit Fräser und Minibohrmaschine ausgehöhlt und nimmt nun das Kugellager auf.

Die Vorderachse ist aus Messingprofilen gebaut. Das kleine Rohr dient zur Aufhängung der Achse am Fahrzeugrahmen. Damit ist die Achse pendelnd gelagert und kann den Unebenheiten im Gelände folgen

Fahren im Geländer. Die weißen Stangen sind keine Streichhölzer, sondern bemalter Messingdraht.

Das erste Geländemodul ist fertig und wird getestet Weitere Bilder bei Stefan Zickenrott

Besitzer: Harry Jacobsen
 

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