MAN 5t (Prototyp)
Das fertige Modell
Nachdem im Jahr 2000 die Idee des TTTT entstanden war, dachte ich lange
Zeit immer wieder über den Allradantrieb nach. Ein Kardangelenk schien
mir die beste Möglichkeit der Kraftübertragung auf die Räder, aber nicht
realisierbar. Doch die Gedanken wanderten immer wieder zu diesem Thema,
und irgendwann kam die Idee, wie man solch ein Gelenk bauen kann.
Eine Kurzbeschreibung:
Die Antriebswelle besteht aus 2mm Messingrohr,
dessen Enden wie auf dem Foto zu sehen bearbeitet werden. Das Kreuz in
der Mitte des Gelenkes besteht aus einem 0.8mm dicken Messingrohr, durch
das quer ein 0.5mm Messingdraht geschoben wird. Zum Löten gibt man
Lötwasser an das Rohrende und lötet es zu. Dabei wartet man solange, bis
das Lötzinn bis zum Messingdraht geflossen ist. So gelingt es dann, das
Kreuz in der Mitte zu verlöten.
Nachdem klar war, wie man eine angetriebene und gelenkte Achse bauen
kann, folgte die nächste Idee: die Vorderachse und die Hinterachse
sollten jeweils ihr eigenes Lenkservo bekommen!!!
Die ersten Probefahrten des Rohbaus verliefen erfolgreich. Ein paar Kleinigkeiten sind noch zu verbessern,
z.B. verlor das Modell ständig seine Räder, weil die
Befestigungsschrauben sich durch das Drehmoment der Räder lösten. Das letzte Problem, das jetzt noch bleibt, ist die Frage, wie lange solch ein Kardangelenk wohl halten mag.
Wellen für das Kardangelenk und Radaufhängung im Größenvergleich
Der Fahrzeugrahmen von unten gesehen
Fahrzeugrahmen und Antriebsmotor
Die Vorderachse ist beweglich auf der Antriebswelle gelagert.
Die Konstruktion des Modellantriebes war auf Anhieb ein Erfolg. Auf der
Modellbaumesse Sinsheim 2001 war das Modell mehrere Tage ohne Ausfälle
unterwegs und es tut jetzt seit einem ¾ Jahr zuverlässig seinen Dienst.
Durch die enorme Wendigkeit und Geländegängigkeit ist es immer wieder ein
Vergnügen, dieses Fahrzeug zu steuern. Mit diesem MAN zeigte sich nicht nur
die Machbarkeit von allradgetriebenen Fahrzeugen, es setzte sich auch das
Kreuzgelenk in den Antriebsachsen durch
Besitzer: Harry Jacobsen

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