

Dieser TTTT ist mein erstes 1:87 Modell. Nachdem es mich nun auch befallen hat, dieses Virus, habe ich mich, aufgrund der Informationen die ich im Internet gefunden habe, für einen ROCO MAN 5to (Bestellnummer 470) entschieden. Für den Anfang ist das sicher eine gute Wahl, da er relativ viel Platz bietet.

Als Servo hatte ich zufällig noch ein Jamara S-Micro. Das ist mit 22 x 11 x 26mm und 9g etwas größer ist als das
allseits sehr beliebte Pico 54 von mikroantriebe.de
bzw. das baugleiche Graupner C141. Es hat aber einen Vorteil. Es kostet ca. 20 Euro. Die anderen zuvor genannten
kleineren Servos kosten so um die 30 Euro.
Die etwas größeren Maße sind in diesem Modell aber nicht weiter tragisch. Nach dem Abschneiden der
Befestigungslaschen paßt es locker quer auf die Ladefläche, es bleibt sogar noch Platz um Kabel neben dem Servo
vorbei zu führen. Die größere Höhe wird durch weglassen der unteren Servogehäusehälfte ausgegelichen. In der
Tiefe tun die um 1,5 mm größere Breite gegenüber den kleineren Servos nicht wirklich weh.

Der von mikroantrieb.de vertriebene Fahrregler ist
sicher eine tolle Sache, doch wollte ich nicht so viel Geld ausgeben. Daher habe ich mir bei Conrad Electronik
eine Servoelektronik und einen 5kOhm-Spindeltrimmer bestellt. Der Spindeltrimmer wird statt eines Servopotis
angeschlossen und erlaubt die Nullpunkteinstellung. Die Servoelektronik ist gegenüber der Bausatzausführung
etwas modifiziert, um den Totbereich, sprich den Nullpunkt, zu vergrößern und das Ansprechen etwas weicher zu
gestalten. Ich habe lediglich eine Widerstand und einen Kondensator ausgetauscht. Die Schaltung der
Servoelektronik ist übrigens bis auf die geänderten Widerstände nahezu identisch mit dem frsmd400.
Nur das der frsmd400 in SMD-Bauweise ausgeführt ist und der Trimmer gleich mit auf der Platine untergebracht ist.
Die Conrad-Servoelectronik kostet etwa 10 Euro. Die Elektronik paßt zusammen mit dem Poti, nach leichter Bearbeitung
mit der Feile, ins Fahrerhaus.

Ich will den Getriebebausatz nicht schlechter machen als er tatsächlich ist! Vielleicht liegt es ja auch einfach
nur daran, dass dieses Getriebe mein erstes Teil ist mit so kleinen Zahnrädern ist und mir da einfach die
Erfahrung fehlt. Jedenfalls würde ich als „Anfänger“ heute lieber ein fertiges Getriebe nehmen.
Glücklicherweise gibt es für den beliebten Lemo-Klotzmotor mittlerweile einen Nachfolger für nur schlappe
29 Euro bei Lemo-Solar mit der Artikelnummer: MC 195.



Mein MAN hat auch eine Sonderfunktion. Scheinwerfer und Rücklicht sind schaltbar.
Die Scheinwerfer sind weiße SMD-LEDs. Als Rücklichter habe ich rote 2mm LEDs verwendet.
LEDs müssen mit Vorwiderständen versehen werden, da sie nur optimal, das heißt mit kleinem Stromverbrauch
arbeiten, wenn die anliegende Spannung stimmt. Der Hacken ist, das unterschiedliche LEDs auch unterschiedliche
Betriebspunkte haben. Folglich haben die roten LEDs einen Vorwiderstand und die weißen LEDs einen Eigenen.
Beim Bemessen habe ich zunächst die Scheinwerfer an ein Netzgerät mit Volt- und Ampere-Meter angeschlossen und
solange die Spannung erhöht bis sie hell genug geleuchtet haben wobei der Strom nicht zu groß werden durfte.
Die eingestellte Spannung wird dann von der Akkuspannung abgezogen (4,8V – X) und durch den gemessenen Strom
dividiert (R=U/I). Das ergibt dann den erforderlichen Widerstandswert. Das Gleiche habe ich dann mit den
Rücklichtern gemacht.
Das Ergebnis: Die Beleuchtung verschlingt etwas 45 mA gegenüber satt über 100 mA wenn man alle vier LEDs an
einem Widerstand anschließt.
Geschaltet wird die Beleuchtung über eine kleinen (winzigen) Schalter von mikroantriebe.de.
Einen Tastkanal habe ich jetzt noch frei. Vielleicht baue ich da mal noch eine Hupe dran.
Besitzer: Olaf Schloten
