Scania Renntruck
Da ich bei der Idee zum Bau eines Renn-Trucks auf den bewährten
LEMO-Motor zurückgreifen wollte, mußte ich unten beschriebene
Modifikation des Motors einfallen lassen. Ich wollte nicht mit mir
unbekannten und wahrscheinlich wesentlich teureren Getriebemotoren
experimentieren und habe daher auf Bewährtes zurückgegriffen. Der Motor
überzeugt in der Praxis durch (trotz des fehlenden Getriebes) sehr gutes
Drehmoment und eine immense Beschleunigung und Endgeschwingigkeit. Die
Leistung entspricht wirklich der eines Renn-Trucks und kann garnicht
voll ausgenutzt werden. Bei Kurvenfahrt legt der Scania sich auch schon
mal auf die Seite. In der Summe ist dieses Modell allerdings ein
wirklich schönes fun-Modell, mit dem man das Publikum aufgrund der
beeindruckenden Fahrleistungen zum Staunen bringen kann. Ein weiteres
lohnendes "Opfer" für ein solches Modell könnte der Renault Magnum
aufgrund seiner großen Fahrerkabine sein. Vielleicht werde ich damit
nochmal experimentieren.
Ansicht von vorne links: Vor dem linken Hinterrad der Ein-/Ausschalter, auf dem Spoiler erkennbar
die Antennenbuchse (auf eine Stabantenne kann meiner Meinung nach hier nicht verzichtet
werden), high-pipes sind von einem anderen Truck nachgerüstet, das Dekor wurde zur
optischen Aufwertung ebenfalls nachgerüstet, der Lkw verfügt wegen des Platzmangels über keinerlei
Sonderfunktionen, selbst Akkus und Quarz sind nicht zum Tauschen, ausgestattet ist er allerdings
wieder mit den Rietze-Gummireifen

Ansicht von hinten links: Erkennbar das noch etwas unschön verlegte Antennenkabel, der Motoranschluß incl. Lagerschild,
die Akku-Ladebuchsen eingebaut in den Tank (hinter dem Schalter), zu erahnen sind 2 der NiMH-Zellen im Fahrerhaus hinter der
Windschutzscheibe

Hier das Herpa Original und die umgebaute Version im Vergleich, gut erkennbar ist, daß unter der
Motorhaube Platz für den Regler (von T. Feuchter) und für einen Teil des Empfängers ist, der "Rest"
des Empfängers ragt in das Fahrerhaus hinein (und ist somit nicht mehr zugänglich), hinter dem rechten
Windleitblech verbergen sich 2 weitere NiMH-Zellen, sie sind mit Sekundenkleber und Heißkleber
direkt am Motor und Rahmen festgeklebt.

Blick auf die Technik: Der Rahmen besteht wieder aus 1,5x3 mm Messingprofil und ist direkt um den
LEMO-Motor herum gebaut. Nach vorne besteht der Rahmen lediglich aus einem 3mm U-Profil, um
soviel Platz wie möglich zu bekommen, hier gibt es auch keine Schwierigkeiten mit dem Mikroservo
in der Schlafkabine. Die Vorderachse ist wieder meine Standardkonstruktion ebenfalls aus U-Profil.
Oben links ist die Empfängerplatine des Graupner XP8 zu sehen, das gelbe Kabel ist die Antenne, zwar
aufgerollt, aber besser als viel zu kurz, denn Platz ist für sie hier kaum vorhanden. Unten, in
schwarzes Klebeband eingewickelt, die beiden NiMH-Akkus neben dem Rahmen.


Die Modifikation am LEMO-Motor: Alle Getriebestufen sind ausgebaut. Der Motor kann in der
Höhe um ca. 1/4 gekürzt werden, lediglich das Lagerschild bleibt in der Originalgröße er halten. Beim vorsichtigen
Abtrennen der überflüssigen Motorgehäuseteile fällt einem das Lagerschild fast von alleine entgegen. Es muß dann
nur um 180° beim Einbau gedreht werden und gaaaanz vorsichtig mit Sekundenkleber wieder befestigt werden. Außerdem
sind 2 kleine Ausfräsungen für die Motorkohlen im Gehäuse zu feilen. Vorsicht beim Umgang mit den Motorbürsten, sie
verbiegen sich schnell und gerne. Rechts der Motor vor und nach dem Umbau im Vergleich. Sehr gut ist die geringere
Einbauhöhe zu erkennen.
Besitzer: Thomas Schober

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