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S100




Revell S100 als RC-Modell

Der Kunststoffbausatz ist einfach zu bauen, die Problematik stellen eher die RC-Einbauten dar. Leider sind nur 100g Zuladung für einen maßstabsgetreuen Tiefgang möglich, die Geschwindigkeit sollte aber bei 9,5 km/h liegen. Trotzdem wollte ich unbedingt zwei Motoren unterkriegen, zum Einen wegen der besseren Optik, zum Anderen um dem Schraubenmoment entgegenzuwirken. Als Motoren hatte ich Mabuchi 130 vorgesehen, diese ließen sich aber nicht entstören, weshalb ich auf die 10g schwereren Graupner Speed 260, 3V, zurückgegriffen habe. Durch den größeren Durchmesser der neuen Motoren wurde der Abstand zwischen Schraubenwelle und Motorwelle zu groß, so dass die Gummikupplung ins Schwingen geriet. Deshalb habe ich 1,5mm Messingdraht in die Kupplung eingearbeitet.

Nachbauwilligen empfehle ich allerdings statt der 140mm Graupner -Welleneinheit die 200mm Version aus dem selbem Hause zu nehmen.
Die 20mm Dreiblattmessingschrauben von Aeronaut haben ein M4 Gewinde, ich musste deswegen M2/M4 Distanzstücke zwischen Welle und Schraube einsetzten.
Ich habe nur das mittlere Ruder funktionsfähig gemacht, es besteht aus einer M2 Gewindestange, 3mm Messingrohr und PS -sheet.
Die Decks werden nur aufgesetzt, das ist auch für den Fahrtbetrieb ausreichend dicht.
Als Servo dient ein 14g Miniservo von Simprop. Der Fahrtenregler ist der nur 0,9g leichte Slowflyerregler Micro 10 von Kontronik, deswegen kann das auch Boot nicht Rückwärtsfahren, was ich allerdings für verschmerzbar halte.

 


Als Stromquelle dienen vier 750 mAh Microzellen, Speedfanatiker können auch eine Zelle mehr einsetzen.
Der eingesetzte Standardempfänger wurde seinem Gehäuse beraubt und erhöht eingebaut.


Das Gewicht beträgt zwar 370g, also rund 20% zu viel, trotzdem ist der Tiefgang noch tolerierbar, und bei voller Fahrt sieht man davon auch nichts mehr. Da das Ruder nicht im Schraubenstrom liegt, sind die Manövriereigenschaften nicht berauschend, eventuell werde ich noch zwei kleine Ruder hinter die Schrauben einbauen.


Noch eine Bemerkung zur Farbgebung: Die Revellfarbvorschläge sind viel zu dunkel, im Original waren die S-Boote in einem gebrochenem weiß lackiert, ich werde deshalb das Boot demnächst umlackieren und auch mit einer Alterung versehen.

Erbauer: Andreas U, 2004

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