Vom Servo zur Segelwinde
Für viele Sonderfunktionen wird eine kleine Seilwinde benötigt. Ein guter Weg, kostengünstig an eine solche Winde zu kommen ist der folgende von Stefan Jacobs:
Kosten insgesamt unter 30 DM, Zeitaufwand ca. 1
Stunde!
1. Servo zerlegen und Poti ausbauen/auslöten. Die Kabel durchs Servogehäuse nach aussen führen und an ein gekapseltes 5K Poti löten. Dieses einfach aussen an passender Stelle auf's Gehäuse kleben. (Dient bekannterweise zur Nullpunkt-Einstellung)
2. Mechanische Sperre für den Drehwinkel am entsprechenden Zahnrad im Getriebe entfernen.
3. Zwei Stellscheiben als Trommel anstatt des Stellhebels übereinander mit einer längeren Blechschraube auf den Antrieb schrauben (Für die Luxusversion im Handel eine "Echte" Seiltrommel bestellen. Kostet ca 8 DM)
4. Zusätzlich benötigte ich allerdings noch einen Endschalter, damit mir die Seilwinde (Einsatz als Kranfunktion) beim Heben nicht das Modell zerlegt! Dazu habe ich die Stromversorgung zum Servomotor auf der Platine unterbrochen (Leiterbahn trennen!), an der Trennstelle zwei Kabel aufgelötet und diese nach außen geführt. Diese Kabel werden dann mit dem Endschalter (Trenner) verbunden. Damit man die Winde nach der Abschaltung auch wieder entgegengestetzt laufen lassen kann, fehlt nur noch eine kleine
Sperrdiode, die parallel zum Endschalter entsprechend der Drehrichtung des Motors eingebaut wird.
Fertig !
Die Winde hat übriges ein ganz gutes Drehmoment und kann die Drehzahl kann gesteuert werden. Für den Einsatz als Segelwinde ist allerdings zu bedenken, dass die bei grosser Belastung recht hohen Ströme über den Empfänger laufen, was sicher nicht gut ist. Außerdem bringen hohe Stellkräfte die Seilwinde auch zum Drehen, da das Getriebe nicht selbsthemmend ist! Deswegen eben auch "Kleine Seilwinde"!
Stefan Jacobs
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