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Modellentstörung


Hier einige Tipps und Tricks zum störungfreien Betrieb:




Aufgrund der kleinen Akkus und der räumlichen Nähe der einzelnen Bauteile in unseren Mikromodellen, ist eine sichere Entstörung nicht immer so einfach. So kommt es leicht zu Servozapplern, Fahrreglerausrastern oder einem undefinierbaren Eigenleben der Modelle.
Da die 0815-Entstörtipps der "großen" Modellbauer meist kaum realisierbar sind, folgen hier einige Vorschläge:

1. Motor normal entstören:
Einen 47nF Kondensator zwischen die Motoranschlüsse und eventuell je einen 22nF von jeden Motoranschluss zum Motorgehäuse.

2. Motor gut entstören:
In die Zuleitung zu jedem der beiden Motoranschlüsse eine kleine Spule (z.B. 20 Windungen Kupferlackdraht) einschleifen.

3. Dem Motor weniger Strom anbieten:
Einen Widerstand in Reihe zum Motor (zwischen Servoelektronik und Motoranschluss) schalten. Dabei mit Werten zwischen 2 und 10 Ohm experimentieren. Der Servo sollte gerade noch genug Kraft haben, die Lenkung im Stand zu betätigen (auch bei kniffligen Untergrund und fast leeren Akkus).
Analog bei anderen Motoren: Sie sollten ihre Aufgabe gerad noch sauber erfüllen können. Andererseits sollten sie nicht mehr Saft als nötig verbraten.
Angenehmer Nebeneffekt: Weicheres Lenkverhalten und sanfteres Anfahren.

4. Spannungsversorgung optimieren:
Die Versorgungsspannung (plus und minus) keinesfalls über den Empfänger führen, sondern getrennt direkt vom Akku (minus) bzw. Einschalter (plus) verdrahten, damit Störimpulse nicht über der Empfänger fließen.
Kann der Akku den geforderten Strom überhaupt liefern? Gerade die gerne empfohlenen Knopfzellen sind für so etwas nicht konstruiert. Meist bringt ein Blick ins Datenblatt des Akkusherstellers Klarheit.

5. Empfängerstromversorgung entstören:
In die Plusleitung vom Empfänger einen 100Ohm Widerstand. Am Empfänger selbst zwischen Plus und Minus so ca. 50uF. Das Ganze glättet die Betriebsspannung, so dass Störungen auf der Spannungsversorgung fast ganz weg sind.

6. Antennenlänge anpassen:
Lange Antennen fangen sich auch größere Störimpulse ein. Zumal sie meist annähernd um die Störquellen (Motoren, Regler) gewickelt sind. Dadurch übersteuert der Empfänger und kann die Störungen nicht mehr kompensieren.
Wird die Antenne gekürzt (z.B. auf ca. 20cm) Sind sowohl Nutz- als auch Störsignal kleiner. Durch die geringere Entfernung Sender-Empfänger reicht das Nutzsignal noch aus. Die Störsignale können den Empfänger aber nicht mehr übersteuern und der Empfänger arbeitet wieder sauber.
Dieses kann ich zwar wissenschaftlich nicht belegen, aber es scheint so zu funktionieren.

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