
Das nächste Hallentreffen in Regensburg stand an und ich wollte dafür einen Flieger bauen, welcher dafür geschaffen ist. In der Halle zu fliegen ohne den Witterungsverhältnissen ausgesetzt zu sein...
Zuerst habe ich angefangen ein Getriebe zu basteln und mal ein paar Propeller
aus Kunststoffbechern zu basteln. Billig, schräg ausgeschnitten mit akzeptabler
Wölbung, brechen nicht und sind nur unwesentlich schwerer. Das erste Getriebe
mit nur einer Stufe hatte zu wenig Schub bei zu viel Stromaufnahme. leider hab
ich mir die Daten nicht notiert.

Das zweite Getriebe (16 zu 1) hatte bessere Ergebnisse gezeigt. Die Lagerschilde
sind aus einer gespaltenen Werbe-CD ausgeschnitten. Die Buchsen bestehen aus
Spritzennadeln aus dem Krankenhaus. Innen etwas größer als 0,6mm.
Die Welle ist aus 0,6mm Stahldraht (passt ganz gut zusammen) die Zahnräder
stammen auch aus dem Vorlegegetriebe von Lemo Solar 5752:1. Das Abtriebsritzel
habe ich auf eine Messingwelle gepresst und auf 0,4mm abgedreht und dann abgestochen.
Das Doppelzahnrad habe ich einfach mit dem kleinen Ritzel ins Futter eingespannt
und nach dem Abdrehen die Druckstellen am Kleinen Ritzel abgeschliffen. Also
von 1.5mm Breite auf ca.0,8mm. Das 9 Zähne Ritzel mit der 0,8mm Bohrung
habe ich einfach auf ein 0,8mm Messingrohr geklebt und den Innendurchmesser
von 0,4mm auf 0,6 aufgerieben und auf die Motorwelle eines 8 mal 10mm Motor
geklebt. Der Antrieb schiebt nun mit einem 90mm Propeller 3,5 Gramm bei 160
mA. Mal 2 ist das für die 2 Gramm Zelle zu viel Strom aber mit 7 Gramm
Schub und einem Startgewicht von 9,5 Gramm habe ich mich für die 3,7 Gramm
Lipo entschieden, die in den 9,5 Gramm beinhaltet sind.

Das Modell ohne Anbauten wiegt 2,1 Gramm aus 0,3 und 0,8mm Depron. Die Holme
bestehen wieder aus Kohlefaserstäben. Mit ein bischen Fantasie kann man
die P38 Lightning erkennen.

Den IR-Empfäner hat der Markus in einer Hau Ruck Aktion programmiert und
aufgebaut. Außerdem hat er einen IR Sender Booster gebastelt, bei dem
er die Sendedioden mit 3,5Ampere pulst, damit das Modell am Ende der Turnhalle
noch genug Sendewellen bekommt. Eine coole Sonnenbrille ist da angebracht ;o))

ich hatte noch genug Zeit bis zum Termin des Hallenfliegens und habe natürlich
wieder ein paar LED's eingebaut ohne zu wissen, ob die Kiste überhaupt
fliegt. Hier noch ein paar Daten: Abfluggewicht 9,5 Gramm Schub gesamt: 7 Gramm
(realistisch und errechnet 6 Gramm) Spannweite 25cm Länge: 20cm 2 mal 90mm
Buttermilch-Props verstellbar (ca 15°) gegenläufig

und vor dem Test immer schön Volltanken !


Hihiiiiihiii, im Zimmer kann der natürlich noch nicht fliegen. Das Foto ist ein Trick. Rechts wird das Getriebe repariert, da sich eine kleine Hülse bei dem wahnsinnichen Schub gelöst hatte ;-))


Auf dem linken Foto ist der Sender mit dem provisorischen Booster von Markus
Christl zu sehen. Rechts, der stolze Konstukteur ach erfolgreichem Jungfernflug.
Erbauer: Andreas Rackel, 2003
